Das Bild zeigt mehrere Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts sowie mit verschiedener ethnischer Migrationsgeschichte.
Das Bild zeigt 4 Jugendliche mit unterschiedlicher Migrationsgeschichte.

JUGEND MIGRATIONS DIENSTE

Migration verstehen und Zusammenleben gestalten

JMD-Wanderausstellung „Youniworth“ lud zum Austausch ein

Wie wollen junge Menschen in Deutschland zusammenleben? Zahlreiche unterschiedliche Schulklassen machten sich beim Besuch der Wanderausstellung „Youniworth“ Gedanken darüber und kamen miteinander ins Gespräch. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Netzwerkes „Bamberg. Demokratisch.“ hatte der JMD Oberfranken-West zusammen mit dem Amt für Inklusion der Stadt Bamberg zu der multimedialen und interaktiven Schau in die Rostscheune eingeladen. „Unser Anliegen ist es, den respektvollen Umgang miteinander und gegenseitiges Verständnis zu fördern“, machte SkF-Geschäftsführerin Simone Stroppel bei der Eröffnungsveranstaltung der Youniworth deutlich. Ziel der Ausstellung war, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen.

„Unsere Aufgabe ist es, Menschen gut in unsere Gesellschaft aufzunehmen“, sagte Karl Straub, der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, in seinem Grußwort. Es sei wichtig, einen Blick auf die zu uns kommenden Menschen und ihre Geschichten zu werfen. Dies täten die Jugendmigrationsdienste in sehr anerkennenswerter Weise. Es sei wichtig das, was heute schon diesbezüglich getan werde, noch mehr nach außen zu tragen. Integration will der neue Bamberger Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier auch aus persönlicher Betroffenheit heraus „zur Chefsache machen“. Der OB bekundete in seinem Grußwort auch starkes Interesse am Inhalt der Wunschkarten, die die Schüler:innen im Rahmen der Ausstellung ausfüllen durften. Dort konnten sie vermerken, wie sie das Leben in Bamberg gestalten wollen.

An sieben Stationen hatten Schulklassen die Möglichkeit, sich mit den Themen Migration und Zusammenleben zu befassen. Ein Einführungsfilm befasste sich mit den Gründen, warum man seine Heimat verlässt. Beim Kofferspiel durfte sich jeder überlegen, was man beim Aufbruch in die Fremde an Wichtigem mitnimmt. An den Videostationen konnte man von Jugendlichen erfahren, woher sie kommen, wie sie sich in Deutschland fühlen, was sie in ihrem Leben für wichtig halten und was sie sich für ihre Zukunft wünschen. Weitere Stationen widmeten sich den oft vorgefertigten Denkschemata gegenüber Menschen fremder Herkunft und welche Werte und Vorstellungen ein gutes Zusammenleben in unserem Land fördern. Wie ein Universum entstehen kann, in dem jeder, gemäß den Wortbestandteilen des Ausstellungsmottos „Youniworth“, etwas wert ist. Die Ausstellung war für Schulen, aber an einem Nachmittag auch für alle Interessierten geöffnet. Bundesweit unterstützen circa 500 JMD junge Menschen mit Migrationsgeschichte im Alter zwischen 12 und 27 Jahren: https://www.jugendmigrationsdienste.de

Text und Fotos: C. Dillig

Kontakt:

Schwarzenbergstr. 8
96050 Bamberg
Telefon: 0951 – 86 85 13
Fax: 0951 – 86 85 40 
Mail:

Leitung: Hanne Roll

Freuten sich über die Eröffnung der Ausstellung: der Integrationsbeauftragte Karl Straub (2.v.l.), OB Sebastian Niedermaier (3.v.l.) sowie die JMD-Mitarbeiter:innen und Vertreter von Bamberger Schulen.