Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer

Migrantenberatung kennt keinen Stillstand 

Beratungsstellen im Landkreis Lichtenfels sandten Bericht an Entscheidungsträger


Lichtenfels (cid) – Die Migrations- und Flüchtlingsberatung im Landkreis Lichtenfels steht auch in Corona-Zeiten nicht still. Jugendliche und erwachsene Migranten und Flüchtlinge nutzen intensiv das Angebot des Jugendmigrationsdienstes (JMD), der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) sowie der Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB). Um dies deutlich zu machen, haben die Berater im Zusammenhang mit einem Aktionstag einen Bericht über ihre Arbeit vor Ort zusammengestellt und sie der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner MdB sowie dem Landrat, den Bürgermeistern und der Integrationslotsin der Region zukommen lassen. Wie Jonas Müller vom Jugendmigrationsdienst des SkF berichtet, war in der Anfangszeit der Pandemie eine Beratung lediglich über Telefon, E-Mail und Internet möglich. Mittlerweile sind Hygienekonzepte erarbeitet worden, damit man sich auch wieder persönlich vor Ort – jedoch nur mit Terminvereinbarung – treffen kann.

Der Bericht weist auch auf die Möglichkeit einer digitalen Beratung hin, die die Jugendmigrationsdienste – davon gibt es deutschlandweit 485 - bereits seit 2009 als anonyme Onlineberatung anbieten. Diese wurde in den letzten Monaten stark ausgebaut und das Personal für die Beratung im virtuellen Raum qualifiziert.

Erfahrungen zeigten jedoch, dass nicht alle Inhalte digital vermittelt werden können und gerade der soziale Kontakt und der Beziehungsaufbau mit den jungen Migranten und Flüchtlingen analog besser gelinge.

So hätten in Einzelfällen im Zusammenspiel mit den Arbeitsverwaltungen und der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung die beruflichen Abschlüsse von zugezogenen Flüchtlingen anerkannt werden können. Mit anderen sei der Weg für ein Studium in Deutschland geplant worden. Oder man habe Jugendliche bei der Beantragung ihrer Aufenthaltserlaubnis unterstützt und ihnen geholfen, geeignete Ausbildungsstellen im Landkreis Lichtenfels zu finden.

Vermehrt seien im letzten halben Jahr auch Fragen zum Kurzarbeitergeld, zur Arbeitssuche und zu den staatlichen Unterstützungsleistungen wie Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Kinderzuschlag aufgetaucht.

Damit Integration gelingen kann, sind Vernetzung und das Knüpfen von Kontakten wichtig, bei den Zielgruppen, aber auch bei den Beratungsdiensten. Dank des guten Zusammenspiels der Bereiche Jugendmigrationsdienst, Migrationsberatung für Erwachsene sowie Flüchtlings- und Integrationsberatung können die Hilfesuchenden schnell und unkompliziert an die richtige Ansprechperson vermittelt werden.

Im Landkreis Lichtenfels leisten Mitarbeiter des  Sozialdienstes Katholischer Frauen Bamberg (SkF), des Caritasverbands für den Landkreis Lichtenfels und des Diakonischen Werks Kronach-Ludwigsstadt/Michelau an den Standorten Lichtenfels, Michelau, Redwitz und Burgkunstadt sowie in der Asylunterkunft Weismain Beratungsarbeit.

 

Foto:

Jonas Müller berät in Lichtenfels junge Migranten und Flüchtlinge bei ihren Fragen zu Schule und Ausbildung.

Foto: cid 






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