Frauenhaus

Bamberger Bürgernadel für Monika Hoh

Ehrenamtliche Mitarbeiterin im Frauenhaus erhielt Auszeichnung

Seit 2008 arbeitet Monika Hoh ehrenamtlich im Frauenhaus mit. Kürzlich erhielt sie eine ganz besondere Würdigung ihres Engagements. Die Stadt Bamberg und die Mediengruppe Oberfranken verliehen ihr „für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement“ die Bamberger Bürgernadel. Hoh ist seit 2011 auch Vorsitzende des Bürgervereins Bamberg-Wildensorg.

„Ich habe mich sehr über die Auszeichnung gefreut“, betont Hoh im Gespräch. Dies bestärkt sie in ihrem Einsatz für Frauen und Kinder in Not. Nachdem sie früh aus dem Berufsleben ausscheiden musste, hatte die heute 57-Jährige nach einer sinnvollen Betätigung gesucht. Ein Beitrag in der Tageszeitung machte sie auf die Möglichkeit der Mitarbeit im Frauenhaus aufmerksam. Noch unter der ersten Leiterin des Hauses, Monika Skowranek, konnte sie einige Zeit im Haus hospitieren, durfte bei Neuaufnahmen dabei sein und entschied sich, sich besonders in der „Bürogruppe“ einzubringen. Seither entlastet sie die Leitung des Hauses, indem sie die Statistik stets auf den neuesten Stand bringt. Während der Teamsitzungen oder wenn für die Hauptamtlichen eine Supervision ansteht, übernimmt Hoh auch den Bürodienst.

Bettina Hainke, die jetzige Leiterin des Hauses, freut sich mit ihrem Hauptamtlichenteam über die Auszeichnung für Hoh. In Corona-Zeiten seien positive Ereignisse etwas Wertvolles.

20 Ehrenamtliche stehen dem Frauenhaus zurzeit zur Verfügung. Coronabedingt kann man jedoch nur wenige von ihnen mit Aufgaben betrauen. „Wir müssen das Haus förmlich abschotten, um die Gefahren so gering wie möglich zu halten“, sagt Hainke. Frauen, die ehrenamtlich mitarbeiten, übernehmen die Rufbereitschaft über Nacht, am Wochenende und an Feiertagen, denn das Haus muss 24 Stunden erreichbar sein. Nachts sind sie auch verantwortlich für die Neuaufnahmen oder sind bei Notfällen vor Ort.

Vor der Corona-Zeit haben sie sich darüber hinaus im Bürodienst, bei der Freizeitgestaltung für Mütter und Kinder oder auch bei der Kinderbetreuung engagiert. All dies wie auch das Feiern von Festen oder regelmäßige Treffen der Ehrenamtlichen fallen im Moment weg. Auch die Aufnahme von Praktikanten oder die Einarbeitung neuer Ehrenamtlicher ist zurzeit erschwert.

Monika Hoh bedauert, dass man derzeit so wenig persönlichen Kontakt mit den anderen Ehrenamtlichen hat. Obwohl man im Haus oder gerade auch bei der Erstellung der Statistik mit „schlimmen Fällen“ konfrontiert wird, will sie ihren Einsatz auf jeden Fall fortsetzen. Sie fühle sich dort wohl, wozu auch die Hauptamtlichen einen großen Beitrag leisteten. Es sei „ein toller Kreis“, sagt sie.

Text/Foto: C. Dillig

nach oben