Jugendmigrationsdienst

Über die Freiheiten in unserem Land reden

JMD zeigt Ausstellung „Freiheit und ich“ an Schulen

Was bedeutet der Begriff „Freiheit“ für mich und für das Leben in unserer Gesellschaft? Wo sind Freiheitsrechte festgeschrieben? Zwei Wochen lang hatten  rund 30 Klassen der Staatlichen Berufsschulen II  und III Bamberg anhand einer Ausstellung mit dem Titel „Freiheit und ich“ die Gelegenheit, wesentliche Artikel des Grundgesetzes zu betrachten. Darunter waren auch die Flüchtlingsklassen. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) des SkF hatte zusammen mit Respekt Coach Bastian Habenstein die Ausstellung an die Schule geholt.

Schulleiterin Ruth Bankmann verwies auf das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und auf die Verkündigung der UN-Menschenrechtscharta vor 70 Jahren – ein guter Anlass, um Schüler an die Freiheit zu erinnern, die sie in der Bundesrepublik genießen.

„Wir können stolz sein, dass die Jugend in einem solch freien Land aufwachsen kann“, sagte die Verantwortliche beim JMD, Hanne Hetzel, bei der Eröffnung der Ausstellung. Kein Verständnis für Überdruss und Desinteresse am Staat hatte auch Habenstein, denn: „Jede Handlung ist politisch.“ Wichtig sei, dass man sich der Freiheiten bewusst ist und dass man über sie  reden darf. Bewusst werden solle aber auch, dass Freiheit nichts Selbstverständliches ist, sondern immer wieder neu hergestellt werden muss.

Viele Klassen nutzten die Gelegenheit, sich mit wichtigen Artikeln des Grundgesetzes zu befassen. Dazu zählen die freie Entfaltung der Persönlichkeit, Glaubens- und Gewissens-, Meinungs-, Versammlungs-, Vereinigungs- und Berufsfreiheit sowie die Freizügigkeit. Sie durften selbst definieren, was Freiheit für sie bedeutet und Zettel dazu an den aufgestellten Fahnen anbringen. Anhand von Fallbeispielen konnten sie erkennen, dass jedoch auch die Beschränkung der Freiheit notwendig ist, damit das gesellschaftliche Zusammenleben nicht leidet.

Die Berufsschule II ist neben der Erlöser- und der Trimbergschule eine der Einrichtungen, an denen Bastian Habenstein als sogenannter Respekt Coach tätig ist. Im Rahmen des Programms „Jugendsozialarbeit an Schulen“ leistet er Präventionsarbeit. Schüler sollen lernen, unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren, Position zu beziehen und zu argumentieren. Damit soll einer Radikalisierung entgegengewirkt werden. Auch sollen die Werte unserer demokratischen und offenen Gesellschaft gestärkt werden.

Die Ausstellung „Freiheit und ich“, die von der Nemetschek-Stiftung zur Verfügung gestellt wird, war auch in der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim zu sehen, dort in Kooperation mit dem Kreisjugendring. Über neun Klassen hatten die Gelegenheit sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. An der Eröffnung nahmen u.a. auch die  Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Gudrun Brendel-Fischer MdL  und Landrat Dr. Hermann Ulm teil.

Text: C. Dillig

nach oben