Jugendmigrationsdienst

Finanzmittel müssen an Bedarf angepasst werden

Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn (CSU) und Andreas Schwarz (SPD) beim JMD


Eine bedarfsgerechte Aufstockung der Bundesmittel für die Jugendmigrationsdienste (JMD) für 2019 – diesen Wunsch konnten die SkF-Mitarbeiter um Hanne Hetzel an Herrn Thomas Silberhorn MdB und parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, sowie an MdB Herrn Andreas Schwarz weitergeben.

Sie überreichten beiden Wahlkreisabgeordneten die Forderungen der bundesweit 456 Jugendmigrationsdienste nach einer Anpassung an den derzeitigen Bedarf. Eine Investition in die JMD sei eine Investition in die Zukunft vieler junger Menschen mit Migrationshintergrund und in die Zukunft Deutschlands. Beim Gespräch hatte auch Respektcoach Bastian Habenstein die Gelegenheit seine Aufgabe vorzustellen.

Durch die Erhöhung der Mittel hoffen auch wir, dass eine intensivere Betreuung der Jugendlichen, die zu uns kommen, möglich ist, sagte Hetzel. Die Zahl der Ratsuchenden sei zwar nicht gestiegen, aber es gebe Multiproblemlagen. Hetzel nannte Stichworte wie Analphabetentum, fehlende Bildungsabschlüsse, Traumatisierungen, Probleme auf dem Wohnungsmarkt oder auch bei der Familienzusammenführung. Junge Migranten bräuchten Hilfe beim Zugang zu Ausbildung und Erwerbstätigkeit.

Um die im Koalitionsvertrag vereinbarte „teilhabeorientierte Gesellschaftspolitik für alle Menschen“ gewährleisten zu können, seien die JMD auf die Aufstockung der Bundesmittel angewiesen. Denn zwingend notwendig seien eine Aufstockung des Personals und der Ausbau von Gruppenangeboten. Beides soll die Chancen beim Übergang von Schule zu Qualifizierung und Beruf erhöhen.

Im Gespräch mit den SkF-Mitarbeiter wurde u. a. auch die Beteiligung von Migranten an Integrationskursen, die Situation in den Gemeinschaftsunterkünften sowie das Problem des Identitätsnachweises thematisierte. Den beiden Bundestagsabgeordneten wurden die Wünsche der Jugendmigrationsdienste mitgeteilt und der aktuelle Halbjahresbericht überreicht. Wir bedanken uns für das Kommen und das Interesse an der Arbeit der Jugendmigrationsdienste.

Der JMD Oberfranken-West und Haßberge ist zuständig für folgende Städte und Landkreise: Bamberg, Forchheim, Lichtenfels, Haßfurt, Coburg und Kronach. Im ersten Halbjahr 2018 wurden insgesamt 685 Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahren beraten und begleitet.

Text und Foto: C. Dillig





nach oben