Kinderkrippe Gärtnerhaus

Es werden Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet Bamberg betreut.

„Ort zum Wohlfühlen“

Kinderkrippe „Gärtnerhaus“ wurde umgebaut


In der Kinderkrippe „Gärtnerhaus“ gibt es seit November ein neues Raumkonzept. Die zwei Gruppenräume wurden geöffnet. Die Kinder können sich jetzt zwischen den Räumen bewegen. Die Leiterin der Einrichtung, Birgit Reuther, ist sehr zufrieden mit den bautechnischen Veränderungen in der 2013 eröffneten Tagesstätte. „Wir wollten einen Ort zum Wohlfühlen schaffen – für die Kinder und für deren Eltern. Wir haben eine gute Lösung gefunden.“

„Bei der Beobachtung der Kinder haben wir gemerkt, dass es sinnvoll ist, die Bauweise transparenter zu machen und die Beschränkung auf je einen großen schlauchartigen Raum aufzuheben“, erläutert Reuther. Eineinhalb Jahre hätten die Vorüberlegungen gedauert, bevor man in enger Zusammenarbeit mit der beauftragten Schreinerei ans Werk gegangen sei.

In die Räume wurden verschiedene Elemente eingefügt, die den Ein- bis Dreijährigen für ihren Entdeckerdrang eine Wahlmöglichkeit lassen. Jetzt gibt es einen Kreativ-, einen Bau- und Konstruktionsbereich, eine Leseecke und eine Bewegungslandschaft mit einer zweiten Ebene. Die Kinder – es gibt zwei Gruppen mit je 12 Kindern – können jetzt selbst entscheiden, welche Anregungen sie nutzen wollen.

Vorher hatten die Kleinen nur einen Schlafraum; jetzt ist an zwei Stellen Platz für die Mittagsruhe geschaffen worden. Auch die Küche wurde umgebaut. Das Highlight ist hier ein „Ausguckplatz‘“ am Fenster. Auf der Straße vorbeifahrende Krankenfahrzeuge, Lastwagen oder auch die Müllabfuhr können von dort beobachtet werden. Der Hochsitz ist immer stark gefragt.

Die offene Arbeit ermögliche jetzt ein individuelleres Reagieren auf die Bedürfnisse der Kinder. „Wir wollten Bildungsräume für unsere Kleinen schaffen“, sagt Reuther.

Trotz der Öffnung der Gruppen gibt es bei den Fachkräften – drei Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnen sowie Praktikanten – Zuständigkeiten. Jedes Kind hat, vor allem, wenn es neu in der Einrichtung ist, einen festen Bezugserzieher, der es begleitet. Je nach Interesse des Kindes kann sich das jedoch auch ändern und ein anderes Teammitglied kann zum Ansprechpartner werden. Das neue Konzept ist auch für die Erzieher eine Herausforderung. Vernetztes Arbeiten sei notwendig, erklärt Reuther - und die Haltung: „Ich bin für alle verantwortlich.“

Die Umbaumaßnahmen fanden bei laufendem Betrieb statt. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich die Eltern von den Vorteilen des neuen Raumkonzeptes überzeugen.


Text: C. Dillig/Fotos: Gärtnerhaus


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