Frauenhaus

Frauenhaus und Notruf waren am Kunigundentag beteiligt

Kollekte zugunsten des Frauenhauses/Workshop nahm Opfer in den Blick

Der Kunigundentag in Bamberg ist einmal im Jahr der zentrale Treffpunkt für hunderte Frauen aus der gesamten Erzdiözese Bamberg. In diesem Jahr konnte der SkF dabei in zweierlei Weise zentrale Anliegen einbringen Zum einen kam die Kollekte des Gottesdienstes dem Bamberger Frauenhaus zugute. Zum anderen gestalteten Vertreterinnen von Frauenhaus und Notruf einen Workshop, der einen Bogen spannte von einer Legende über die heilige Bistumsgründerin zur Not von Frauen mit Gewalterfahrung.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick hatte den Teilnehmern des Gottesdienstes die heilige Kunigunde als Vorbild ans Herz gelegt. Sie lehre hinzuschauen und das Gute und Förderliche zu tun. Zugleich plädierte er für eine menschenfreundliche Zivilisation, die in einer Gesellschaft, in der es soziale Kälte und Ungerechtigkeit gebe, zwingend erforderlich sei.

Darauf hoffen auch die Bewohnerinnen des Frauenhauses. Dessen Leiterin Ursula Weidig berichtete zu Beginn des Gottesdienstes, dass die Frauen zusammen mit ihren Kinder auf ein Leben ohne Gewalt und Angst hoffen. Das Haus, in dem sie vorübergehend untergebracht sind, werde heuer generalsaniert, denn es ist nach vielen Jahren intensiver Nutzung sehr abgewohnt. Es soll zeitgemäß und wohnlich umgebaut werden. Man freue sich über finanzielle Unterstützung, um nach der Sanierung die Einrichtung und Ausstattung des Hauses finanzieren zu können.

Vertreterinnen von Frauenhaus und Notruf gestalteten am Nachmittag des Kunigundentages auch einen Workshop unter dem Motto „Kunigunde, eine starke Frau und trotzdem Opfer“. Auch heute werden Frauen zu Opfern und leiden unter verzerrten Frauenbildern Auf der Grundlage der Legende vom Gang über glühende Pflugscharen konnten die Teilnehmerinnen mit den SkF-Mitarbeiterinnen und miteinander über Gewalterfahrungen ins Gespräch kommen.

Frauenhaus und Notruf hatten im Bistumshaus auch Stände aufgebaut und informierten über ihre Arbeit und ihre Angebote.


Text und Bild: Ch. Dillig

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