Frauenhaus

Bilder für das Frauenhaus

Die Bamberger Künstlerin Christa Möller übergab ihre Spende


Über sechs hochformatige Bilder der Bamberger Künstlerin Christa Möller darf sich das Frauenhaus freuen. Sie habe sich zu dieser Spende entschlossen, als sie bei einer Spendenaktion von der Situation betroffener Frauen und Kinder erfahren habe. Dies habe sie sehr berührt. Frauenhausleiterin Ursula Weidig zeigte sich sehr erfreut über „die schöne Geste“ der Malerin.

Schon jetzt zieren die Bilder verschiedene Räume des Frauenhauses. Da sind Werke in farbenfrohem, hellem Aquarell mit Landschaftsdarstellungen ebenso zu sehen wie abstraktere, farbig zurückhaltende Bilder mit Schriftelemente, für die Möller Leimfarben bevorzugt. Mit der Verwendung von Buchstaben und Wörtern in den Bildern wolle sie darauf hinweisen, wie viel  - auch Negatives – man mit Worten anrichten kann. In ihren Bildern tauchen auch immer wieder Raster auf. „Jeder befindet sich in einem Raster“, sagte Möller. Nicht jedem werde dies jedoch bewusst.

Ursula Weidig erläuterte Möller die Situation der Bewohnerinnen des Frauenhauses, das es seit 32 Jahren gibt. Der Bedarf ist ungebrochen. Ziel der Arbeit mit den Frauen sei es, sie stark zu machen, dass sei keine  Angst vor ihren Männern haben und, wenn dies gewünscht ist, ihr eigenes Leben meistern können.

Weidig verwies auch auf die bevorstehende Generalsanierung des Hauses, für die Frauen und Kinder für ein Jahr ausquartiert werden müssen. Für den Wiedereinzug stellte Christa Möller die Spende eines weiteren Werks in Aussicht.

Möller, 1947 in Bamberg geboren, besuchte renommierte Kunstschulen. Sie hat im In- und Ausland ausgestellt. Von ihr gibt es auch Kalender und Postkartenserien mit Bamberg-Motiven. Erst kürzlich hat sie einen Tierkreiszeichenkalender für 2019 gestaltet, der in Bamberg vorgestellt  wurde.

Text und Foto: C. Dillig



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