EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

EUTB in der Heiliggrabstraße eröffnet

SkF berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörige


Eine Anlaufstelle für Menschen mit unterschiedlichsten Arten von Behinderung ist kürzlich am SkF-Standort Heiliggrabstraße 14 offiziell eröffnet worden. Drei Berater kümmern sich hier um die verschiedensten Lebensbereiche, um Gesundheit und Mobilität, Schule und Beruf genauso wie um Kommunikation oder auch das Thema Wohnen. Entstanden ist die neue Beratungsstelle nach Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes, das allen Menschen mit Einschränkungen ihres Lebensbereichs professionelle Hilfe geben will. Insgesamt hat der Bund 58 Millionen Euro für die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz zeigte sich erfreut, dass auch sein Wahlkreis von der Beratungsstelle profitiert. Inklusion und Teilhabe rückten  im Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit immer weiter vorwärts. Immerhin lebe jeder zehnte Deutsche mittlerweile mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Jeder habe aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes des Grundgesetzes ein Recht auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben. „Je mehr wir davon verinnerlichen, desto besser profitieren wir alle davon“, ist Schwarz überzeugt.

Aus den Mitteln des Bundesteilhabegesetzes sind nach Auskunft der Abteilungsleiterin Nicole Fischer drei Fachkräfte neu eingestellt worden. Die zwei Frauen und ein Mann arbeiten nach dem Motto „Für jeden Ratsuchenden ein passender Peer“. Eine Person hat selbst eine Behinderung. Beratung solle nicht von oben nach unten erfolgen, sagte Fischer. Vielmehr solle der Rat Suchende am Prozess beteiligt sein. Ressourcenorientierung und Empowerment seien Bestandteile der Beratungsarbeit.

Axel Kress, Lena Kraußlach und Karina Bach wollen, wie sie den Gästen mitteilten, „auf Augenhöhe“ beraten. Dazu gehöre die Information, Hilfe beim Stellen von Anträgen oder  auch Unterstützung bei der Berufsorientierung. Beraten werden auch die Angehörigen.

SkF-Geschäftsführerin Brigitte Randow erinnerte an den Start des neuen Beratungsangebots im Februar. Seit der Genehmigung waren die Räume für die neue Bamberger Erstanlaufstelle  - Beratungstermine gibt es regelmäßig auch in Forchheim - in kürzester Zeit barrierefrei umgestaltet worden, sodass die Beratungsarbeit Ende März aufgenommen werden konnte.  Die EUTB wird zunächst für drei Jahre vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Die Beratung ist kostenlos.

Info:

EUTB, Tel. 0951/98687 -70, Email: Weitere Informationen unter : www.skf-bamberg.de

Text und Fotos: C. Dillig

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