Gesetzliche Betreuungen

Wer kommt für Heimkosten auf?

SkF Betreuungsverein hatte zum Vortrag eingeladen

Wer muss für die Kosten einer Heimunterbringung aufkommen? Diesem Thema widmete sich ein Vortrag, zu dem der Zusammenschluss der staatlich anerkannten Betreuungsvereine für die Stadt und den Landkreis Bamberg eingeladen hatte. Die zuständigen Sachgebietsleiter des Bezirks Oberfranken, Gerhard Schäfer und Wolfram Feustel, informierten über rechtliche Regelungen, gingen aber auch auf zahlreiche Fragen der Zuhörer ein.

Heide Schechinger, die Leiterin des Betreuungsvereins des SkF, begrüßte zahlreiche beruflich und persönlich Betroffene in den Harmoniesälen. Ist es notwendig Omas Häuschen zu verkaufen, wenn sie ins Seniorenheim kommt? Diese Ausgangsfrage wählte der Leiter des Sachgebiets Hilfe zur Pflege des Bezirks Oberfranken, Gerhard Schäfer, zur Erläuterung der Art und Weise der Hilfegewährung. In Bayern sind die Regierungsbezirke für die Gewährung von Hilfen zuständig. Vor der Zusage einer Unterstützung müsse die Heimbedürftigkeit festgestellt sowie geklärt sein, dass eigenes Einkommen und Vermögen zur Deckung der Kosten nicht ausreichen. Schäfer ging auf Formen der Hilfe ein, erklärte, was mit Lebensversicherung, Haus, Grundstück, Rente passiert. Er informierte über Abrechnungsmodalitäten zwischen Bezirk und Einrichtung. Und er nahm zur Frage von Unterhaltsansprüchen an Kinder oder Ehegatten Stellung.

Wolfram Feustel, Sachgebietsleiter Unterhalt des Bezirks, erläuterte etliche Details im Zusammenhang mit der Unterhaltspflicht. Rechtlich gebe es beim Unterhalt zurzeit ständig Veränderungen. Abschließend wies er auf das neue Betreuungs- und Teilhabegesetz hin, das ebenfalls Neuerungen in Zusammenhang mit dem Unterhalt bewirken wird.

Der Betreuungsverein des SkF bietet für seine haupt- und ehrenamtlichen Betreuer regelmäßig Informationsveranstaltungen an, die ihnen bei ihrer Arbeit Hilfestellung geben.

Text und Foto: C. Dillig

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